Mittwoch, 15.03.17, 15:43 Uhr

Klassik im Bürgerzentrum Waiblingen

Komische Oper „Candide“ am 31. März & Klavierkonzert mit Nikolai Tokarev am 2. April

Im Bild: Oper Candide, (c) Sabine Haymann

Am Freitag, 31. März gastiert die Städteoper Südwest mit der Komischen Oper „Candide“ von Leonard Bernstein im Bürgerzentrum. Als Vorlage diente Voltaires gleichnamiger Roman, in dem der Autor die kirchlichen und staatlichen Autoritäten seiner Zeit verspottet. In den 1950er Jahren nahm sich Bernstein dieses Stoffes an und zeichnet ein satirisches Bild seiner Zeit, geprägt vom kalten Krieg, Doppelmoral und der Angst vor Andersdenkenden. Verschiedene musikalische Stilelemente zwischen Walzertakt, Tangoschritt, amerikanischem Jazz und italienischer Oper sind in dem Werk vereint.

Für den jungen Candide ist die Welt noch in Ordnung. Er lebt behütet auf dem Schloss eines westfälischen Barons und seiner Gattin. Sein Leben wird maßgeblich von zwei Personen bestimmt: seiner Freundin Cunegonde und seinem Lehrer Dr. Pangloss. Sie ist die wunderschöne Tochter des Barons, wohingegen Pangloss als Universalgelehrter Latein, sämtliche Naturwissenschaften, Theologie und Philosophie gleichzeitig unterrichtet. Sein Credo: Die derzeitige Welt ist die beste aller möglichen. Doch gerät Candides kleine Welt aus den Fugen: Er wird aus dem Schloss geworfen, weil sein nicht standesgemäßes Verhältnis mit Cunegonde auffliegt. Für ihn beginnt eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf er Kriege sowie Naturkatastrophen überlebt und jenseits des Atlantiks ein magisches Zauberland entdeckt: El Dorado. Doch erscheint ihm dieses schöne und friedvolle Land ohne die Liebe Cunegondes wertlos. Eines Tages findet er seine mittlerweile totgeglaubte Geliebte wieder. Zwar hat sie nichts von ihrer Schönheit eingebüßt, sich aber innerlich stark verändert. Langsam beginnt er an der besten aller möglichen Welten, an Cunegonde und an sich selbst zu zweifeln.

Termin:
Freitag, 31. März 2017, 20 Uhr; Einführung 19.15 Uhr
Eintritt:
19 € bis 28 €; ermäßigt 14 € bis 23 €

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Die ‚Bilder einer Ausstellung‘ von Modest Mussorgsky verschmelzen mit zeichnerischen Entwürfen des Malers Wassily Kandinsky zu einem Gesamtkunstwerk, wenn der weltberühmte Moskauer Pianist Nikolai Tokarev am Sonntag, 2. April sein brillantes Spiel im Bürgerzentrum zu Gehör bringt. Der 1983 geborene Nikolai Tokarev wurde schon mit sechs Jahren als Wunderkind gefeiert. Zahlreiche Preise, darunter der ‚ECHO Klassik‘ als bester Nachwuchskünstler, belegen seine Virtuosität.

Mussorgsky komponierte den Klavierzyklus ‚Bildern einer Ausstellung‘ 1874, inspiriert durch Werke des Malers Victor Hartmann. Rund 50 Jahre später traf seine Musik wiederum auf die Vision des Malers Wassily Kandinsky und dessen Idee des ‚synthetischen Gesamtkunstwerks‘. Damit verband dieser die Vorstellung der grundsätzlichen Übersetzbarkeit der verschiedenen Künste: Für ihn lösten Farbeindrücke Klänge aus und weckte das Hören von Musik malerische Empfindungen. 1928 inszenierte er diese Synthese tatsächlich auf der Bühne. Für die aktuelle Wiederaufführung wurden die originalen Entwürfe der Bühnenelemente mit heutiger Videotechnik animiert und nach den Notizen von Kandinsky und dem damaligen Regiebuch mit der Musik synchronisiert.

Termin: Sonntag, 2. April 2017, 20 Uhr
Ort: 22 € bis 31 €, ermäßigt 17 € bis 26 €

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Ort: Bürgerzentrum Waiblingen

Info: Karten erhältlich an den üblichen Vorverkaufsstellen, z.B. in der Touristinformation Waiblingen, Tel. 07151 - 5001 8321 und unter www.waiblingen.de, www.buergerzentrum-waiblingen.de oder www.eventim.de

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