Remseck am Neckar – Stadt an zwei Flüssen

Die Große Kreisstadt Remseck am Neckar markiert das Ende der 78 Kilometer langen Reise der Rems vom Fuße der Schwäbischen Alb bis vor die Tore Stuttgarts. Nach einem der schönsten und ursprünglichsten Abschnitte des Flussverlaufs durch das Naturschutzgebiet „Unteres Remstal“ mündet die Rems im Ortsteil Remseck-Neckarrems in den Neckar.

Unteres Remstal bei Remseck

Das Untere Remstal zwischen Waiblingen und der Mündung in Remseck ist einer der ganz wenigen naturnahen Flussabschnitte, die es in der Region noch gibt. Die verschlungenen Remsauen und die „Schwarze Rems“ – ein von Quellen am Fuße der Steilhänge entlang der Rems gespeister Nebenarm des Flusses – prägen das Landschaftsbild. Ihre letzten Meter vor der Mündung fließt die Rems dann entlang der als Uferpromenade gestalteten Straße „Am Remsufer“ im Ortsteil Neckarrems, passiert noch die Remsbrücke – die gemeinsam mit der ebenfalls als freischwebende Holzbrücke gebauten Neckarbrücke eine eindrucksvolle architektonische Meisterleistung ist – und fließt letztlich am sogenannten „Hechtkopf“ in den Neckar.

Kirche St. Martin in Neckargröningen

Stadt mit Tradition
Sechs Stadtteile bilden heute die Große Kreisstadt Remseck am Neckar. Rund 26.000 Einwohner zählt die Stadt, die zwischen Waiblingen, Ludwigsburg und Stuttgart liegt, und sich über die Jahre zu einem attraktiven Wohnort sowohl für junge Familien wie auch für Senioren entwickelt hat. Am 1. Januar 1975 schlossen sich die fünf eigenständigen Gemeinden Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems im Zuge der Kommunalreform zusammen und bildeten fortan Remseck am Neckar. Ihren Namen verdankt die Stadt der ehemaligen Burg Remseck, die einst im geographischen Mittelpunkt der heutigen Stadtgrenzen stand, hoch über der Remsmündung. Seit 2004 ist Remseck große Kreisstadt. Als letzter Stadtteil kam 1992 Pattonville hinzu. Die ehemalige US-Siedlung wurde von Remseck, Ludwigsburg und Kornwestheim übernommen und die Verwaltung in einen Zweckverband gebündelt. Über 7.500 Menschen – überwiegend junge Familien – leben heute in Pattonville, das nicht umsonst den Namen „Stadt im Grünen“ trägt.

Alte Schmiede in Neckargröningen

Die Geschichte der übrigen Stadtteile ist voller spannender Anekdoten und reicht im Falle von Aldingen bis in die Jungsteinzeit zurück – Spuren der frühen Vorfahren wurden dort ebenso gefunden, wie Hinweise auf römische Siedlungen und die Alemannen. Von der Eigenständigkeit der Stadtteile zeugen heute noch die vier Schlösser in den Ortsteilen. Alle befinden sich in Privatbesitz, weisen aber in Aldingen, Neckarrems, Hochberg und Hochdorf auf eine lange Tradition und Geschichte hin. Auch darüber hinaus finden sich in Remseck am Neckar viele historische Gebäude und Hinweise auf die Vergangenheit: zum Beispiel die Historische Schmiede in Neckargröningen, die Margarethenkirche in Aldingen, die Residenzkirche und Grablege der Ritter von Kaltental war, der 1795 angelegte jüdische Friedhof in Hochberg, der historische Ortskern in Hochdorf mit Wilhelmsplatz und ehemaligem Wirtschaftshof des Hochdorfer Schlosses und das alte Rathaus in Neckarrems mit seinem Giebelfachwerk.

Hechtkopf an der Remsmündung

Freizeit, Erholung und Kultur
Egal, ob man es sich in einer der Remsecker Gaststätten bei einem klassischen schwäbischen Gericht gut gehen lässt, im Biergarten des „Bootshaus am Hechtkopf“ den Ausblick auf den Zusammenfluss von Neckar und Rems genießt oder ab 2014 den gegenüber vom Hechtkopf gelegenen Sandstrand an der Mündung der beiden Flüsse zum Entspannen und Seele-baumeln-lassen nutzt: Remseck am Neckar bietet seinen Einwohnern und Besuchern eine hohe Lebensqualität und lädt zum Wiederkommen ein. Das Museum Altes Schulhaus, die Historische Schmiede Neckargröningen, die Historische Ölmühle und das Handwerkermuseum Aldingen bieten spannende Einblicke in die Vergangenheit und zeigen Besuchern eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail ganz unterschiedliche Aspekte des Lebens in Remseck am Neckar.

Radfahren in indyllischer Remsecker Landschaft

Das Grünprojekt 2019 wird die hohe Aufenthaltsqualität entlang der Rems noch weiter steigern. Die Aufwertung des Neckarufers im Rahmen des Programms Life+, bei dem der neue Sandstrand einen ersten Teilabschnitt darstellt, wird den Erholungsfaktor in Remseck am Neckar noch weiter erhöhen. Mit dem Neckartalradweg und der Remstal-Radroute sowie dem Remstal-Höhenweg bietet Remseck am Neckar den aktiven Besuchern einen lohnenswerten Ausgangs- bzw. Zielort für Radtouren und Wanderungen.
Landschaftliche Vielseitigkeit, die Vorteile dörflicher Strukturen und die Vorzüge einer Großen Kreisstadt: Remseck am Neckar bietet all das und noch viel mehr – mitten im Ballungsraum Stuttgart.

Gute Erreichbarkeit und große Ziele
Ein bestens ausgebautes Stadtbussystem, die Einbindung in den Busverkehr nach Waiblingen und Ludwigsburg und die Endhaltestelle der U14, die Besucher in 30 Minuten vom Stuttgarter Hauptbahnhof direkt an die Remsmündung bringt, sorgen für eine ideale Erreichbarkeit. Neben vielseitigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, einer wunderschönen landschaftlichen Lage, einem großen Erholungswert und spannenden Einblicken in die Vergangenheit hat Remseck am Neckar für die Zukunft große Ziele. Allem voran die Neue Mitte, mit der am geographischen Mittelpunkt der Stadt ein Zentrum entstehen wird, dass nicht nur die drei Stadtteile Neckarrems, Neckargröningen und Aldingen miteinander verbinden soll, sondern auch mit spannenden Konzepten die Flüsse erlebbar machen und Remseck am Neckar um ein attraktives, urbanes Zentrum bereichern wird.

Ein Besuch der Stadt an den zwei Flüssen lohnt sich!